Hallo.............. gerade aus dem Skiurlaub-Kurztripp-Wochenendgestaltung zurück wollte ich nur kurz erzählen, dass alle Knochen heile Geblieben sind und bis auf ein paar Stürze nichts passiert ist (naja, Finians Story, wie Cullen über Eis gerutscht ist, dann über Finian gefallen ist und Finian seine Skier verloren hatte, hörte sich spektakulär an, ist aber zum Glück nicht schlimm gewesen).
Mittwochabend ging es nach Pennsylvania in die Poconos. Jan hatte zum Glück schon einen früheren Flug vom ihrem Businesstripp in Wisconsin genommen, sodass sie "schon" um 16Uhr zu Hause war - um schnell das Auto zu packen, Cullen zum Fußballtraining und zurück zu bringen und uns dann gegen 19Uhr in die Berge zu fahren. Dabei sind Berge jetzt keine Gebirge wie in Österreich, sondern nur ein großer Berg mit ganz viel Kunstschnee, vielen Abfahrten auf kleinem Raum und ganz vielen Scheinwerfern, damit man fast 24 Stunden auf der Piste sein kann. Amerikanisch eben.
Nach 5 Stunden Fahrt, weinenden Kindern im Auto und ein paar ungewollten Umwegen waren wir dann lange nach Mitternacht endlich im Ferienhaus. Das Haus war schön aufgeteilt und direkt am Berg. Es war richtig gemütlich und alle haben die erste Nacht super gut geschlafen.
Donnerstags morgens (alle waren wach, nachdem Finian einmal angefangen hat, den bevorstehenden Tag zu kommentieren) ging es dann schon um 8 Uhr raus auf die Piste. Das beste am Haus war, dass man direkt zu einer Skiabfahrt laufen konnte, sich die Skier angeschnallt hat und runtergefahren ist.
Ich konnte Jans Skier nehmen und bin dann einfach drauf los gefahren. Unten angekommen habe ich mir nach ein bisschen Rumfragerei ein Liftticket gekauft und alle Abfahrten ausprobiert. Ab Mittags war ich zurück im Haus mit Ruairi, der absolut nicht zur Skischule wollte, und Teagan. Jan war bis nachmittags mit den großen Jungs und Merrill unterwegs und nach dem Abendessen konnte ich dann sogar noch mal raus gehen.
In dem Skigebiet wurde ein Ticket von 8 bis 22 Uhr angeboten und Jan meinte, "nightskiing" wäre total cool und wenn ich es noch nie gemacht hätte, sollte ich das auf jeden Fall donnerstags ausprobieren. Da wir schon wussten, dass das Wetter in den kommenden Tagen nicht mehr so schön werden würde, habe ich dann alles direkt am ersten Tag mitgenommen: Skifahren so früh, wie ich noch nie in Österreich auf Skiern stand, Skifahren bei Sonnenuntergang und im Dunklen!
Nach Sonnenuntergang wurden an allen Abfahrten Flutlichter angeschaltet und man konnte in Eiseskälte aber unter freiem Himmel noch ein paar Stündchen Skifahren. Der Schnee wurde dann auch wieder härter und so hat es noch mal richtig Spaß gemacht.
Freitags war das Wetter dann schon viel schlechter. Jan, Merrill, Cullen und Finian waren vormittags noch mit Skiern unterwegs, aber als es gegen Mittag angefangen hat zu regnen, sind sie zurück gekommen und auch für mich hat es sich nicht mehr gelohnt, ein Ticket zu kaufen. Jan, Ruairi, Teagan und ich sind dann zu einer nahegelegnen Outletmall gefahren. Das war das beste, was man aus dem Tag noch machen konnte. Aber selbst als wir am späten Nachmittag im Regen zurück zum Berg gefahren sind, waren alle Lifte in Betrieb und sogar ein paar Skifahrer auf der Piste.
Samstag hat es den ganzen Tag durchgeregnet und wir haben eine Stunde am Pool und eine Stunde am Basketballkorb verbracht. Danach waren die Jungs so auf Fernsehentzug, dass wir unbedingt wieder zurück zum Haus sollten und Heimkino gemacht haben.
Sonntag war zum Glück ein richtig sonnig kalter Wintertag und alle konnten noch mal raus. Selbst Ruairi hatte sich nach dem Frühstück fertig gemacht, Skihose, -jacke, -schuhe an, alles dick eingemummelt und raus mit seinen Brüdern. Auf dem kurzen Weg vom Haus, über den Parkplatz zum Berg hat es ihn dann aber doch noch überkommen und er wollte überhaupt gar nicht mehr weiterlaufen und schon gar nicht auf Skiern stehen. Ruairi und Teagan waren also wieder im Haus!
Jan hatte mich vorher schon mit dem Auto nach unten gefahren, wo ich mir ein Snowboardpaket kaufen sollte. Das war soooo eine gute Idee. So konnte sie nämlich ihre Skier benutzen, Merrill mit den kleinen Kindern zu Hause lassen und ich hatte ein Snowboard und eine Stunde Snowboardunterricht :-)
Wie schon gesagt, schien die Sonne wunderschön und so haben die ganzen Gleichgewichtsübungen auch Spaß gemacht, obwohl ich eigentlich nicht nur auf dem Kinderhügel rumrutschen wollte. Als die Stunde dann vorbei war und immer noch nicht gesagt wurde, wie man den Lift mit dem Snowboard benutzt (das will doch eigentlich jeder wissen, der in einem Skigebiet Ski oder Snowboard fährt), bin ich zum Glück doch noch mit dem Snowboardlehrer geliftet. Den Rest des vormittags war ich allerdings alleine beim Liften und wenn der Lift dann mal ganz langsam fuhr, war ich wohl gerade mit ein- oder aussteigen beschäftigt! Der Mann am Lift hat mir nach dem fünften Mal seinen Arm hingehalten, sodass ich nicht schon bevor der Lift kam, woanders hingerutscht bin und beim zehnten Mal meinte er, er wäre ganz ganz schlecht im Snowboarden. Haha...
Das Snowboarden selbst war dann gar nicht so schwer und hat viel Spaß gemacht. Und da ich donnerstags alle interessanteren, längeren und schwierigeren Abfahrten mit Skiern gefahren bin, war es dann passend, mit dem Snowboard die restlichen leichten Abfahrten zu machen!
Selbst für die zwei Schneetage hat sich die lange Fahrt gelohnt und ich kann mir kaum vorstellen, wie es nächste Woche ist, am Strand oder Pool in Florida zu liegen.
Bis dahin ist Jan erstmal zwei Tage unterwegs (sonst wäre die Woche ja auch zu langweilig!) und Freitag wird bestimmt wieder in aller letzter Minute gepackt. Schnee, Sommer auf jeden Fall ganz viel Sonne, so viel zum März bisher...
Bis zum 25.3...
liebe Grüße aus Arlington, Carmen




