Hey
Ich bin spät dran mit meinem Rundbrief, aber es ist nun mal so schwierig ans Internet zu kommen. Ich werde meine ganz erste Zeit nun für euch beschreiben.
Mein Abenteuer began am 9.7.2008 am Bahnhof, wo sich die letzten Freunde von mir verabschiedet haben. Das war echt ein schöner Abschied.
Nach 8 Stunden Zugfahrt war ich dann endlich am Flughafen Frankfurt, wo ich mich mit den anderen Mädchen von AIFS getroffen habe. Wir verabschiedeten uns unter Tränen von unseren Eltern und traten unsere lange Reise nach Südafrika an. Der Flug war kalt, ungemütlich und echt zu lang.
Meinen ersten Morgen in Südafrika verbrachte ich mit Koffer schleppen und warten.
In Johannesburg hatte ich dann die erste Begegnung mit der südafrikanischen Freundlichkeit. Wir kamen also in Johannesburg an und wurden durch den Zoll geschickt, aber am anderen Ende des Ganges waren wir nicht mehr 9 Mädchen sondern nur noch 4. Die anderen wurden vom Zoll raus gewunken. Es war zu kalt in Johannesburg, um auf sie lange draussen zu warten (Es war bitter kalt, 5 oder 6 Grad.) und wir waren mit unserem ganzen Gepäck unterwegs. Wir brachten unser Gepäck also erst zum Check-in. Auf dem Weg dorthin haben mich um die zehn Männer gefragt ob sie mein Gepäck nehmen können und ich habe abgelehnt. Ihr müsst dazu wissen, dass AIFS gesagt hatte unsere Koffer niemanden zu geben ausser der Fluggesellschaft. Am Schalter fragten wir dann zwei Männer, ob dies der richtige Schalter sei. Sie antworteten uns freundlich und halfen uns das Gepäck aufs Band zu heben.
In Durban wurden wir von Beena begrüsst und in ein Hotel gebracht, wo wir uns
erstmal ausruhen konnten. Den Nachmittag und der Vormittag vom folgenden Tag verbrachten wir mit unserem zweiten Vorbereitungsseminar.
Am Nachmittag wurden wir von unseren Gastfamilien vom AIFS Office abgeholt.
Es war eine lustige Situation, denn wir sassen dort und sahen immer zur Glastür wenn jemand vorbei kam. Wenn es eine Gastfamilie war, stand das entsprechende Mädchen auf und begrüsste ihre neue Familie. Als meine Familie eintrat war ich echt aufgeregt, aber es legte sich nach den ersten Sätzen.
Ich glaube am ersten Tag hab ich nur “I know.” und “Okej!” gesagt.Es war echt ungewohnt, aber mit der Zeit gewöhnt man sich dran, dass man nun in einer anderen Familie lebt.
Meine Gastfamilie:
Ich könnte so viel über meine Gastfamilie schreiben, aber ich werde es heute dabei belassen, dass sie meine perfekte Gastfamilie ist. Ich glaube ich wäre mit keiner anderen Familie so glücklich. Ich habe eine riesige Gastfamilie. Da ist meine Gastschwester Alicia, der ich alles erzählen kann, mein Gastbruder Lluwellyn, mit dem ich mich hackeln, aber auch echt Spass haben kann und dann sind da noch meine Gasteltern, die mich manchmal auf die Palme bringen mit ihrer südafrikanischen Mentalität und Eigenarten. Glaubt mir, das ist eine riesige Familie und ich kenne nicht mal die Hälfte nach drei Monaten.
Manchmal habe ich auch Heimweh. Am Meisten vermisse ich meine Mutter und meine Freunde.
Und hey ich vermisse sogar manchmal die Schule. Es ist alles so anders hier, aber ich habe schon echte Freunde gefunden und eine von meinen Gastcousinen hat mich schon gefragt ob ich nicht für immer hier bleiben will.
Meine neue Schule:
Es ist eine südafrikanische Schule, aber auf einem anderen Level wie eine deutsche Schule z.B. die 11. Klasse ist wie unsere 9-10 Klasse. Die Schule ist nur auf frontal Unterricht ausgerichtet. Du kriegst wirklich nicht eine Note für mündliche Mitarbeit.
Mein erster Schultag war der Horror schlecht hin. Ich hab mich gefühlt als wäre ich das erste Mal in meinem Leben in einer Schule. Ich hatte erst ein Gespräch mit dem Direktor und dann wurde ich mit Alicia zur Esambly (eine Versammlung, die wir jeden Tag haben) geschickt. Ich kam auf den Platz und alle Köpfe drehten sich nach mir um und sie sahen mich an als wäre ich ein Alien. Ich weiss nicht mehr mit wem ich dem Tag gesprochen hab und mit wem nicht. Es ist alles weg von dem Tag. Nach ein, zwei Tagen hatte ich dann meine Fächer und meinen Stundenplan, aber es dauerte zwei bis drei Wochen bis ich mich richtig wohl gefühlt habe in der Schule.
Nun habe ich die ersten Kontroll Tests geschrieben und mein erste Zeugnis bekommen.Bis auf Afrikaans und Englisch habe ich auch alle ganz gut bestanden.
Ich hab auch schon einiges von meiner Umgebung gesehen, wie den Strand und die Süd Küste von Südafrika bei einem Kurzurlaub. Ich war auch bei einer Poreeg-prea und einer Haus –prea der Hidus dabei. Meine Unternehmungen mache ich nur mit meiner Gastfamilie und beschränken sich auch meisten nur auf Familienbesuche.
Ich werde euch bald wieder schreiben, aber es kann sein, dass ihr bis zu den nächsten Ferien im Dezember warten müsst.
Bis dann
Liebe Grüße
Tami
P.S. Ein großes Dankeschön an alle, die mir dieses Jahr ermöglicht haben und an die, die mich unterstützen.




