Am Donnerstag dieser Woche war ein ziemlich groß gefeiertes Fest in den USA: THANKSGIVING.
An diesem Tag haben die Pilgrims aus England ihr erstes Thanksgivingmahl mit den Ureinwohnern von Amerika gefeiert. Heute wird das immer noch gefeiert, weil Abraham Lincoln das zu einem Nationalfeiertag gemacht hat.
Bei uns wurde die meiste Zeit des Tages das Essen vorbereitet. Es gab Kartoffelpüree, süsse Kartoffeln und natürlich einen großen, fetten Truthahn. Es gab auch noch viele andere Speisen, aber das waren die Hauptspeisen.
Eine der Traditionen im Hause Welch ist es, dass jeder 10 Sachen aufschreibt, für die er dankbar ist. Da Amanda und Keith auch zu Hause waren, waren wir also sechs Personen, was insgesamt 60 Zettel macht. Die wurden alle zusammengefaltet in einen Korb getan und dann gemischt. Der Korb wurde dann beim Essen rumgegeben und jeder musste einen Zettel ziehen, wobei man nicht seinen eigenen vorlesen durfte. Man las den Zettel vor, zum Beispiel "I am thankful for my sibling" (Ich bin dankbar für meine Geschwister). Dann musste jeder raten, wer den Zettel geschrieben hat. Und dann musste der nächste den nächsten Zettel vorlesen usw. Das ganze hat ziemlich viel Spaß gemacht und ich glaube, dass ich das nächstes Jahr auch bei meiner Familie einführen werden. Da wir ja kein Thanksgiving haben, würde ich das an Weihnachten machen.
Nach dem Essen haben wir dann alle ein Familienspiel zusammen gespielt. Mir hat mein erstes Thanksgiving sehr gut gefallen.
Der Freitag nach Thanksgiving ist für Amerikaner DER Einkaufstag, weil es in allen Geschäften dermassen herabgesetzte Angebote gibt, die allerdings limittiert sind. Daher übernachten viele vor dem Laden und es gibt riesige Schlangen. Um 8 Uhr morgens werden dann die Tore geöffnet und der Sturm beginnt. Bei den Welches ist keiner so fanatisch, aber dennoch ist Freitag der Tag an dem Weihnachten beginnt. Vicki hat da gleich mal alle ihre Weihnachtsgeschenke gekauft und jetzt schon eingepackt.
Am restlichen Tag wurde dann das ganze Haus geschmückt und umgestaltet. Ich hätte nie gedacht, dass sich soviel verändert in der Weihnachtszeit. Das zeigen am besten die Bilder.
Walter Forkel aus Fort Wayne, Indiana




