Ziemlich am Ende meines Aufenthalts in Australien (Feb. 2008 bis Dez. 2008) habe ich die wunderschöne Insel Tasmanien besucht, die absolut eine Reise wert ist!
Nach einem etwas stressigen Flug bin ich in einem sehr netten Hostel in Launceston abgestiegen und wollte erstmal entspannen, doch bereits am ersten Abend hat mich ein Zimmergenosse gleich mal ausgefragt was meine weiteren Pläne sind. Schlussendlich lief es darauf hinaus, das wir beide zusammen mit einer Bekannten von ihm ein Auto gemietet und damit drei Tage die
Ostküste bereist haben.
Zunächst ging’s von Launceston mit einem Kurzstop bei den Columbia Falls bis in das kleine Örtchen St. Helena, wo wir im YHA Hostel eingecheckt haben.
Als wir ankamen gab es noch keinen einzigen Gast, später kam noch ein Italiener-Pärchen ins Hostel. Da wir noch ein wenig Zeit hatten sind wir etwas durch den Ort gebummelt und haben uns dann den Sonnenuntergang angeschaut und der hat uns doch wahrlich Lust auf mehr gemacht!
Am nächsten Morgen sind wir dann die Bay of Fires entlang gewandert, eine Kette von wunderschönen Buchten. Neben einem Echidna (Igel mit Rüssel) ist uns den ganzen Tag kein anderes Lebewesen begegnet, man konnte die Natur also so richtig genießen.
Nachmittags sind wir dann weiter gen Süden gefahren bis zum Freycinet National Park, wo wir eine Selbstversorgerhütte mitten im Park gemietet hatten, mit Dusche im Freien und Plumpsklo und was sonst noch alles dazu gehört. Abends haben wir wie jeden Abend lecker gekocht und danach mit den beiden Franzosen, die auch in der Hütte waren, Karten gespielt - das typische Backpackerspiel Shithead (relativ ähnlich zu Arschloch).
Am nächsten Tag haben wir dann eine Rundwanderung durch den Nationalpark gemacht und dabei auch die berühmte Wineglass Bay besucht. Dort gab’s dann Picknick und einige putzige Besucher wie Wallabys, die sogar aus der Hand gefressen hat. Zurück in unserer Hütte haben Sander und ich dann beschlossen auch den Nachmittag noch zu wandern und sind im Nationalpark auf den Mt. Amos gestiegen. Ein sehr steiler und anstrengender Aufstieg auf 450m, aber der Ausblick über den gesamten Nationalpark und die Buchten war fantastisch!
Abends hat dann Sander gekocht, und was rauskommt, wenn man Holländer allein in der Küche lässt sieht man auf dem Foto.
Am nächsten Morgen hieß es dann Sachen packen und auf den Weg nach Hobart machen. Einen kleinen
Stopp haben wir noch bei der Cadburry Schokoladenfabrik eingelegt, wo Sander und ich zusammen 3 Kg Schokolade gekauft haben….. genug für die nächsten paar Shithead-Abende.
Wer also die Natur mag und ein bisschen Abgeschiedenheit den touristischen Orten vorzieht sollte unbedingt nach Tasmanien!!!
Niko Brantzen




