Landesweite AIFS Au Pair – Ausreiseparty in Wredenhagen/Müritzkreis
Was auf den ersten Blick ausgesehen haben mag, wie eine alltägliche Zusammenkunft junger Leute war für die Anwesenden der Start in einen neuen Lebensabschnitt. Am Freitag dem 12.06.2009 veranstaltete AIFS, das American Institute For Foreign Study, ein Treffen für diejenigen, die dieses Jahr den Schritt aus dem beschaulichen Mecklenburg Vorpommern über den großen Teich nach Amerika wagen wollen. In der gemütlichen Athmosphäre des Café Scheune in Wredenhagen wartete eine bunte Programmmischung auf die zukünftigen AuPairs, EduCares und Professionals. Begleitet von Familie oder Freunden ging es vor allem darum, dass man sich kennenlernt. Jeder hofft nicht allein am Flughafen stehen zu müssen, nicht nur unter völlig Fremden in Amerika anzukommen, sondern vielleicht gerade in der ersten Zeit zu wissen, wer zwei Straßen weiter wohnt, mit dem man sich austauschen kann oder jemanden zu haben, mit dem man im Flugzeug die Vorfreude und den Trennungsschmerz teilt.
Neben den lokalen Mitarbeiterinnen von AIFS – Juliane Krüger-Oechsle aus Wredenhagen und Kristin Gember aus Rostock – standen auch ehemalige Au Pairs den neugierigen Zuhörern für Fragen zur Verfügung. Besondere Überraschung des Abends war eine Liveschaltung per Skype und Webcam nach New Jersey zu Sinje aus Neubrandenburg, die ein Jahr zuvor ebenfalls in Wredenhagen voller Neugier auf das vor ihr liegende Au Pair Jahr an der Ausreiseparty teilnahm. Sie war gern bereit, ihre unvergesslichen Erlebnisse noch in den USA mit den zukünftigen Au Pairs in Deutschland live zu teilen.
Die aufgeregten Unterhaltungen um mich herum, das Vergleichen von Ausreisedaten, die strahlenden oder aufmerksamen Gesichter – all das lässt mich einen Moment innehalten und zurückdenken an den November letzten Jahres, als auch ich mich entschloss ein Au Pair in den Vereinigten Staaten von Amerika zu werden. Während wir so zusammensitzen, kommen plötzlich all die Erlebnisse aus den letzten Monaten wieder an die Oberfläche. Die Entscheidung für das Programm, der Nachweis an ausreichend Erfahrungen mit Kindern der entsprechenden Altersgruppen, das Interview, die Bewerbungsmappe, die Unterstützung der Interviewerin vor Ort, der Arztbesuch nur mit dem Impfpass und einem englischen Formular ausgerüstet. Schließlich der sowohl herbeigesehnte als auch gefürchtete erste Kontakt mit einer amerikanischen Familie. Die Erinnerungen an sämtliche Fragen, Selbstzweifel und Ängste, die sich einfach nicht vermeiden lassen: Werde ich überhaupt verstehen, was sie sagen? Werden sie mich mögen? Und wenn sie sich für ein anderes Au Pair entscheiden...? Was ist, wenn das Bauchgefühl sich täuscht?
Während ich mich hier im Raum umsehe, weiß ich gleichzeitig, dass viele der anderen Mädchen genau das Gleiche durchgemacht haben oder das Schönste sogar noch vor ihnen liegt: Die Freude darüber, die richtige – die tollste, beste, liebste und passendste Gastfamilie der ganzen Welt gefunden zu haben! Bei dieser Zusammenkunft treffen Aufregung, Ängste und Zufriedenheit zusammen, übertrumpft von einem der schönsten Gefühle überhaupt:
der Vorfreude.
Selbst wenn beispielsweise die Nervosität vor dem Gespräch in der amerikanischen Botschaft oder vor dem ersten Telefonat mit einer möglichen Gastfamilie noch lange nicht vergessen ist – gegenüber den leuchtenden Augen derjenigen, für die schon alles feststeht scheint sie unwichtig. Man gibt sich gegenseitige Hinweise, was beachtet werden sollte, man spricht wie selbstverständlich von „seiner“ Familie und interessiert sich für die Erlebnisse der anderen. Gemeinsam blicken wir zuversichtlich und hoffnungsvoll auf die bevorstehenden 12 Monate. Und mit uns einige Interessierte, die sich so einen Auslandsaufenthalt auch für 2010 vorstellen können.
Zum Abschied bekommen wir von unseren Interviewerinnen jeder einen kleinen Schutzengel überreicht, der uns auf unserer großen Reise begleiten soll.
Damit sind wir offiziell entlassen – in das Abenteuer Leben, das für mich mit meiner Ausreise als Au Pair in Amerika Mitte August 2009 beginnt.
Marie Mischner, Rechlin




